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Wissenswertes über Schweine allgemein

Das weibliche Schwein heißt Sau und das männliche Schwein Eber. Die Jungtiere nennt man Ferkel. Die Spanferkel sind Ferkel, die noch am Span, der Zitze, saugen. Bis zum Gewicht von 25 kg sind es Ferkel, zwischen 25 und 50 kg Läufer. Kastrierte, männliche Tiere werden Borg oder Kunze genannt. Als Leersau wird eine Muttersau bezeichnet, an der keine Ferkel mehr saugen, die aber noch nicht wieder tragend ist, d. h. neu besamt oder gedeckt werden muss.

Bei Schweinen beträgt die Trächtigkeitsdauer ca. 112–114 Tage (drei Monate, drei Wochen, drei Tage), den Geburtsvorgang nennt man ferkeln oder auch abferkeln.

Die Backenzähne der Schweine sind breit wie beim Menschen (Allesfressergebiss), die Eckzähne der Eber bilden sich meistens zu mächtigen Hauern aus je älter der Eber wird.

Viele Schweinerassen sind stressanfällig und können auch ähnliche Herz- und Kreislaufkrankheiten entwickeln wie der Mensch. Sie werden deshalb auch als Labor- und Versuchstiere gehalten. Physiologisch sind sich Schwein und Mensch sehr ähnlich. Das betrifft nicht nur die ähnlichen Krankheitsausprägungen, sondern z.B. auch die Struktur und Beschaffenheit von Fleisch und Fettgewebe.

Schweine werden oft als dumm und dreckig bezeichnet. Es stimmt aber weder das eine noch das andere. Schweine, die in ausreichend großen Ställen mit Ausläufen gehalten werden, nutzen generell eine Ecke als Kotecke und ihr Suhlen in feuchtem Schlamm ist eine angeborene Verhaltensweise, die der Reinigung dient und bei hohen Temperaturen ihre Körpertemperatur senkt und sie vor Sonnenbrand und lästigen Tierchen(Milben,Mücken) schützt. Schweine haben keine Schweißdrüsen. Schweine können nicht schwitzen!

Schweine sind auch keinesfalls, wie man es oft behauptet, dumm. Untersuchungen an der Pennsylvania University haben ergeben, dass Schweine mit einem Joystick im Maul an einem Monitor Erkennungsaufgaben sehr gut lösen konnten. Man geht davon aus, dass ihre Fähigkeiten durchaus mit denen von Primaten vergleichbar sind. Es gibt immer wieder Berichte über Schweine, die überraschende Intelligenz zeigen. Einige Tests gab es auch in Hundeschulen, wobei die Schweine den Hunden um einiges voraus waren, mehr und schneller Kommandos erlernt haben.

Es gibt wohl kein Tier auf der Welt, das in seiner Ernährungsweise noch vielseitiger ist als das Schwein. Es kann praktisch alles fressen und übertrifft damit sogar den Menschen, da es auch Gras fressen und verdauen kann.

Heute gibt es eine Vielzahl von Schweinerassen. Sie entstanden alle erst in den letzten zwei Jahrhunderten. Bis dahin sorgte die Praxis der Eichelmast dafür, dass sich Hausschweine immer wieder mit Wildschweinen kreuzten. In neuester Zeit wurden sehr kleine Schweinerassen (Minischweine) auch als Haustiere ohne kommerzielle Nutzung beliebt.

Die erwachsenen Eber leben für sich allein, eine Rangordnung bestimmt, wer den Zugang zu den paarungswilligen Weibchen erhält. Die Reviere werden mit Drüsensekreten markiert.

Die Brunst der Sauen erfolgt alle 21Tage. Eine Sau bringt ihre Jungen nach drei Monaten, drei Wochen und drei Tagen zur Welt.

Die Wurfgröße ist von Rasse zu Rasse sehr unterschiedlich. Ein Wurf kann aus 6bis 25 Ferkeln bestehen.

Wenn die Ferkel geboren werden, sucht sich jedes eine Zitze aus und nimmt danach nie wieder eine andere an. Dies ist ein Ammenmärchen und falsch!!!

Nach 8-12Wochen sind die Ferkel entwöhnt.

Selbst die Jäger wissen, dass das Sprichwort "dummes Schwein" bestimmt eine der dümmsten Redensarten überhaupt ist.

Schweine haben eine feine Nase und ihre Rüsselscheibe dient ihnen sozusagen als Hand, mit der sie an tief unter der Erde verborgene Nahrungsmittel gelangen können.

Durch ihren feinen Geruchssinn, der vielfach stärker ausgeprägt ist als zum Beispiel bei Hunden, spüren sie Wurzeln, Trüffel und sonstige Leckereien auf. Der Mensch sieht in dieser Wühltätigkeit und in dem "Schmutz", der am Schwein dadurch haften bleibt, Anlass zu Hohn und Spott. Andererseits nutzt er diese Supernasen zum Trüffelsuchen.

Mit seiner Wühlarbeit erfüllt es aber auch einen wirklich fabelhaften Zweck.Durch das Umgraben des Waldbodens sorgt das Schwein für eine Durchlüftung des Bodens und gleichzeitig gräbt es Pflanzensamen unter. Früher wurden die Schweine im Herbst in die Laubwälder zur sogenannten "Eichelmast" getrieben, wo sie ihre Rüssel in den Dienst der Menschen stellten. Auch trieb man Schweine zum Umgraben auf die Felder und ersparte sich dadurch die Arbeit des pflügens.

Schweine sind in der Landwirtschaft von unschätzbarem Wert. Sie roden ein Gebiet sehr gründlich. Alles Gestrüpp und Niederholz wird durch ihr Wühlen vernichtet, während sie gleichzeitig den Boden düngen und auflockern. Wenn Grasland in Acker umgewandelt werden soll ist die Schweineschnauze von keinem Pflug zu überbieten.William Cobbet schrieb in seinem Buch Cottage Economy: "ohne Schwein kommt die Landwirtschaft nicht aus. In keinem Land der Welt kann sie das. Die Schweine sind ihre große Stütze. Sie erfordern für eine Tierherde relativ wenig Aufwand. Es wäre eine arme und furchtbar trostlose Sache, wenn man das Land ohne sie bestellen müsste."

Schweine nehmen gern ein Schlammbad. Meistens zeigen Schweine dieses Verhalten an heißen Tagen. Schweine besitzen keine Schweißdrüsen und können daher ihre Körpertemperatur nicht durch Schwitzen regulieren,sondern tun dies durch ein kühles Schlammbad.

Ein positiver Nebeneffekt ist, dass im Schlamm lästige Insekten und Plagegeister eingebacken werden und die Schweine auch auf diesem Wege eine Erleichterung erfahren. Die getrocknete Kruste wird am nächsten Scheuerpfahl abgeschubbert und schon kommt wieder die schöne und saubere Haut zum Vorschein.

Schweine sind also keine dreckigen Tiere nur weil sie in der Erde nach Nahrung suchen und im Schlamm baden.

Das Hausschwein ist eines der am frühesten domestizierten Haustiere und wird seit ca. 9000 Jahren zur Nahrungserzeugung gehalten.

Erste archäologische Nachweise der Haustierwerdung (Domestizierung) gibt es aus der Zeit vor 9000 Jahren auf dem Gebiet der heutigen Osttürkei. Molekularbiologische Untersuchungen an Haus- und Wildschweinen zeigten, dass sich während der Jungsteinzeit die Domestikation in vielen Gebieten der Erde unabhängig voneinander vollzog. Die lange etablierte These, dass mitteleuropäische Hausschweine von Wildschweinen aus dem Nahen Osten abstammen, ist damit widerlegt.


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